Die Commerzbank Aktie befindet sich fundamental begründet im freien Fall. Sie wird einstellig werden und was ist dann?
Wahrscheinlich werden die Akteure - Aufsichtsrat/ Vorstand - Allianz und Commerzbank den Handel beenden und das Spiel beginnt von Neuem.
Eine alte kaufmännische Grundregel, kaufe nicht Gross ein, wenn Du kein Geld hast sondern spare, spare, spare und dann …
Der Markt ist in Gänze schlauer.
News - 01.09.08 12:30
Commerzbank will auf die Kostenbremse treten. Die Commerzbank setzt beim Kauf der Dresdner Bank vor allem auf Kostensenkungen. Zusätzliche positive Ertragseffekte erwartet die Bank dagegen aus dem Zusammenschluss nicht. Das geht aus einer am Montagmorgen veröffentlichten Präsentation zum Kauf der Allianz-Tochter Dresdner Bank hervor.HB FRANKFURT. Vor allem das Investmentbanking soll danach drastisch eingedampft werden. Insgesamt will sich die Bank von zahlreichen nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten trennen und dadurch die Bilanzsumme deutlich reduzieren. Letztendlich wäre die neu formierte Bank in diesem Punkt nur um rund ein Drittel größer als die bisherige Commerzbank. Zudem solle bei der Refinanzierung die Abhängigkeit vom Kapitalmarkt verringert werden. Hier setzt der Commerzbank-Chef Martin Blessing vor allem auf steigende Kundeneinlagen, geht aus der Präsentation hervor. Die Aktie der Commerzbank lag bei Handelseröffnung 6,92 Prozent im Minus bei 18,70 Euro, das Papier der Allianz stieg um 0,67 Prozent auf 114,87 Euro.Die jährlichen Kosten sollen nach der Übernahme um rund 1,9 Mrd. Euro gedrückt werden. Auf Proforma-Basis kam die fusionierte Bank auf das Jahr hochgerechnet auf Verwaltungsaufwendungen von knapp zehn Mrd. Euro. Die Aufwendungen für die angepeilte Kostensenkung bezifferte die Commerzbank auf insgesamt zwei Mrd. Euro, wovon 750 Mill. Euro im Investmentbanking anfallen sollen. Hier will die Bank bis 2011 bereits 90 Prozent der angepeilten Einsparungen erreichen. Im Privat- und Firmenkundengeschäft sollen bis 2011 rund 70 Prozent der angepeilten Kostensynergien realisiert werden. 2012 sollen es dann 95 Prozent sein.Die Commerzbank hatte am Sonntag angekündigt, insgesamt 9 000 Stellen streichen zu wollen. Von den 6 500 Stellen, die in Deutschland wegfallen sollen, entfallen 2 200 auf die Bereiche Privat- und Geschäftskunden, hieß es seitens der Bank am Montag in Frankfurt. Grund sei die geplante Ausdünnung des Filialnetzes und die Zusammenlegung der Kreditbearbeitung.Weitere 700 Stellen sollen in der Mittelstandsbank der Commerzbank wegfallen, 1 600 durch die Zusammenlegung der zentralen Konzernsteuerung und 2 000 durch den Zusammenschluss der Service- Bereiche beider Banken. Den Stellenabbau will die Commerzbank weitgehend ohne Kündigung erreichen. Bis Ende 2011 soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Gerade in den Filialen gehe man davon aus, dass der Abbau durch Nichtbesetzung freiwerdender Stellen erreicht werden könne. Daneben sind ein Einstellungsstopp und die Förderung freiwilligen Ausscheidens geplant, Vorruhestand und Altersteilzeit sollen als Möglichkeit geprüft werden.Die Gewerkschaft Verdi dringt auf Verhandlungen über den geplanten Arbeitsplatzabbau bei der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank. Zur Zusage des Bank-Vorstands, bis 2011 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, sagte Uwe Foullong vom Verdi-Bundesvorstand am Montag. “Das ist ein Ergebnis, das uns noch nicht ausreicht. Wir fordern jetzt Verhandlungen zur Integration der Dresdner Bank, in denen weitere Vereinbarungen zur Standort- und Beschäftigungssicherung getroffen werden.” Die Gewerkschaft werde überprüfen, wie die Zahlen zustandekommen und versuchen, das zu reduzieren. Zur Umsetzung des Stellenabbaus müsse die natürliche Fluktuation ausreichen. “Es darf niemand gegen seinen Willen entlassen werden.” Der drastische Stellenabbau werde auch im Tarifstreit des Bankgewerbes eine Rolle spielen, sagte Foullong.Am stärksten erwischt es das Investmentbanking. Hier sollen 1 300 oder 40 Prozent der derzeitigen Arbeitsplätze gestrichen werden. In diesem Segment sollen die Kosten um 1,05 Mrd. Euro gedrückt werden.
Wie von Experten erwartet, wird das Investmentbanking damit drastisch zurückgefahren. Die Commerzbank rechnet in diesem Bereich letztendlich mit niedrigeren Gesamterträgen von 1,08 Mrd. Euro. In den anderen Bereichen geht die Commerzbank von neutralen Ertragseffekten aus dem Zusammenschluss aus. Die operativen Gesamtsynergien der Transaktion liegen damit bei 820 Mill. Euro netto vor Steuern. Zudem will die Commerzbank das Risiko im Investmentbanking deutlich zurückfahren. Den Barwert des daraus frei werdenden Kapitals bezifferte die Bank auf 1,4 Mrd. Euro. Wie bereits am Sonntag mitgeteilt, liegt der gegenwärtige Wert (Barwert) aller Synergien aus der Transaktion bei fünf Mrd. Euro.
Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter wird Mitglied im Vorstand der neuen Commerzbank. Das teilte die Commerzbank am Montag in Frankfurt mit. Einem Bericht von Welt Online zufolge soll Walter künftig Chief Marketing Officer der Commerzbank werden und bei der Integration der Dresdner Bank eine wichtige Rolle spielen. Alle anderen Vorstände würden nach einer gewissen Übergangszeit das Haus verlassen. Als Quelle nennt das Nachrichtenportal Finanzkreise. Die Commerzbank soll nach der Übernahme der Dresdner Bank von neun Vorständen geführt werden, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Chef des Gremiums bleibt der derzeitige Commerzbank-Chef Martin Blessing.
Eurohypo-Chef Bernd Knobloch verlässt den Commerzbank-Konzern nach der Übernahme der Dresdner Bank. Der 56-Jährige werde sein Amt als Vorstandvorsitzender der Eurohypo und als Commerzbank-Vorstand zum 30. September niederlegen, teilte die Commerzbank am Montag mit. Knobloch erklärte, er wolle diese Chance nutzen, um “ein neues Kapital in meiner persönlichen Lebensplanung aufzuschlagen”. Knobloch war seit 2006 Mitglied im Vorstand der Commerzbank und seit 2004 Vorstandschef der Commerzbank-Tochter Eurohypo.
Nachfolger von Knobloch bei der Eurohypo wird Frank Pörschke, der seit einem Jahr bei dem Immobilienfinanzierer ist. Im Vorstand der Commerzbank übernimmt Stefan Schmittmann zum 1. November die Aufgaben von Knobloch. Der 51-Jährige war bis April dieses Jahres Vorstand der HVB in München.
Der Aufsichtsrat der Commerzbank wird auch nach der Übernahme von Klaus-Peter Müller geführt. Das sagte Commerzbank-Chef Martin Blessing in einer Telefonkonferenz mit Analysten am Montag. Neu in das Kontrollgremium kämen als stellvertretender Vorsitzender Allianz-Chef Michael Diekmann sowie der Finanzchef des Versicherungskonzerns, Helmut Perlet.
Dass ist doch keine Story die Begeisterung unter den Kapitalbringern hervorbringt. Es ist unsägliches Beamten Gegacker.
Die Akteure können nur rückwärts!
Es gibt auch - Auge zu und durch - dann droht entweder in ca 10 Jahren mal wieder eine Elefanteninsolvenz, davon hatten wir reichlich in der jüngsten deutschen Wirtschaftsgeschichte oder
die Commerzbankl kommt durch, überlebt, dann aber in der heutigen Grösse nach 10 Jahren zuzüglich Inflationsausgleich.
Bei der letzten Hauptversammlung der Coba erhielten Aufsichtsrat und Vorstand von den Aktionären die Rote Karte und nun wollen sie die Aktionäre/ Anteilseigner quasi enteignen, entrechten, die Mitglieder von Gremien. Sie scheuen eine ausserordentliche Hauptversammlung, weil sie wissen, sie haben keine Story, sie verfügen über keinen kaufmännischen Sachverstand, sie haben keinen Respekt vor den Eigentümern.
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