Die deutsche Bankenlandschaft könnte in den kommenden Monaten vor einem deutlichen Umbruch stehen. So wurde Ende der Woche über eine Fusion von Commerzbank, der Allianz-Tochter Dresdner Bank und der Postbank spekuliert. Einem Zeitungsbericht der F.A.Z. zufolge wird dieses Dreiermodell in der Vorstandsetage der Allianz diskutiert. Das Onlinemagazin „stern.de“ spekuliert sogar über eine noch größere Fusion. Wir werden Sie über die Fusionsgerüchte in einem gesonderten Artikel informieren. Die Aktien der Commerzbank und der Allianz legten im Wochenvergleich um knapp 16,4 bzw. 11,7 Prozent zu.
Archive for March, 2008
In der letzten Woche konnte der Goldpreis noch einmal deutlich zulegen und den erst in der Vorwoche neu aufgestellten Rekord von gut 950 US$ übertreffen. Am Freitag übersprang der Preis für eine Feinunze des edlen Metalls dann sogar die Marke von 975 US$ (644 €) und markierte pünktlich zum Wochenschluss ein neues Rekordhoch. Seit Beginn des Jahres ist der Goldpreis damit bereits um 16 Prozent gestiegen. Getrieben wurde diese Rekordjagd von wieder zunehmenden Inflationsängsten in den USA und einem weiter sehr schwachen Dollar. Enttäuschende Stimmungsindikatoren verbreiteten dort eine pessimistische Stimmung. So stiegen die Erzeugerpreise in den USA unerwartet deutlich stark.
Aber auch auf Eurobasis konnte der steigende Goldpreis den zurückfallenden Dollar überkompensieren. Das gelbe Metall befindet sich derzeit in einem langfristigen Haussetrend. Daher ist eine Trendwende auch bei kleineren Rückschlägen derzeit recht unwahrscheinlich, da Gold besonders in Krisenzeiten bei den Anlegern sehr beliebt ist. Die sich zuspitzende Geld- und Finanzmarktkrise, sowie die Konjunkturängste in den USA dürften deshalb den Goldpreis weiter stützen. Nach Ansicht von Experten ist es lediglich noch eine Frage der Zeit bis die Marke von 1000 US$ je Feinunze Gold genommen wird. Besonders kurzfristig orientierte Anleger investieren derzeit hohe Summen in Gold. Aber auch „traditionelle“ Faktoren stützen die Rekordjagd. Die Schmuckindustrie sorgt derzeit für eine anhaltend hohe Nachfrage. Hauptabnehmer sind hier die USA, Indien, China und Saudi-Arabien.
Viele Anleger fragen sich, wie hoch das edle Metall denn überhaupt noch steigen kann? Natürlich stellt die kurzfristig angepeilte Marke bei 1000 US$ ein optisches Highlight dar. Nach Berechnungen des World Gold Council müsste sich der Goldpreis jedoch noch einmal verdoppeln, wenn das alte Rekordhoch aus dem Jahr 1980 auch unter Berücksichtigung der Preissteigerungsraten – also inflationsbereinigt – übertroffen werden soll. Denn erst ab einem Goldpreis von ca. 2000 US$ könnte man streng genommen von einem neuen Allzeithoch sprechen, so die US-Rechenkünstler. Demnach wäre also noch genügend Luft nach oben vorhanden. Und tatsächlich rechnet die Mehrheit der Marktbeobachter im Moment damit, dass der Goldpreis weiter steigt. Die Zahl derer, die ein Nehmen der 1000-US$ Marke im ersten Halbjahr 2008 für möglich hält, wächst täglich. Ein Händler fasst die Situation treffend zusammen: „Niedrige Zinsen, steigende Preise und ein stockendes Wachstum, das ist Gift für eine Währung. Daher sehen viele Anleger im Gold einen sicheren Hafen.“
Allerdings mehren sich auch die Stimmen, die von einem sich mittelfristig erholenden Dollar sprechen. Das würde ein weiteres Ansteigen des Goldpreises dann erschweren.Fazit:
Derzeit spricht vieles für einen weiteren Anstieg des Goldes. Das Szenario eines vierstelligen Goldpreises halten viele Insider für sehr wahrscheinlich. Solange die Unsicherheiten bezüglich der US-Konjunktur und der Finanzmarktkrise weiter anhalten, wird der Goldpreis wohl weiter in diesen Höhen zu finden sein. Momentan ist in der relativ konservativen Anlage Gold, eine Menge Musik zu finden. Allerdings ist das Metall auch schon sehr gut gelaufen. Daher sind Rückschläge in diesem schon etwas aufgeheizten Markt jederzeit möglich. Dies gilt insbesondere dann, wenn es der Goldpreis nicht schafft, die wichtige psychologische Marke von 1.000 US$ zu nehmen. Sollte der Preis gleich im ersten Anlauf über die Marke klettern, so ist die Wahrscheinlichkeit auf weitere Liquiditätszuflüsse in den Goldmarkt sehr hoch. In einem solchen Szenario bestehen gute Aussichten auf einen weiteren kurzfristigen Anstieg von mindestens 10 Prozent.

Entries (RSS)