Archive for the Allgemeines Category

In der ersten Wochenhälfte konnte sich die Kursrallye am Aktienmarkt noch weiter fortsetzen. Zeitweise wurde sogar die Marke von 9.900 Punkten im Dow Jones überschritten. In der zweiten Wochenhälfte schaltete der Markt nach langer Zeit jedoch wieder einmal in den Rückwärtsgang. Unterm Strich musste der Dow Jones einen Wochenverlust von 1,6 Prozent hinnehmen. Grund für die Verkäufe gegen Ende der Woche waren vor allem relativ enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA. Demnach wurde ein unter den Erwartungen liegender Verkauf von neuen Eigenheimen vermeldet. Die Auftragseingänge in den USA fielen mit einem unerwarteten Rückgang ebenfalls schwach aus. Für die kommende Woche erwarten viele Marktteilnehmer, dass sich die relative Marktschwäche weiterhin fortsetzen wird.

Bei den Einzelwerten zeichnete sich im Dow Jones in der zurückliegenden Woche ebenfalls ein deutliches Bild ab. Demnach konnten von den 30 Indexwerten nur fünf Titel zulegen. Gefragt waren überwiegend defensive Werte wie Procter & Gamble und Verizon, welche um gut ein Prozent zulegen konnten. Hingegen wurden überwiegend zyklische Werte wie Caterpillar und DuPont abgegeben. Beide Titel verzeichneten einen Kursrückgang von fünf bzw. sechs Prozent. Für die Aktien der Bank of America ging es mit einem Abschlag von sechs Prozent ebenfalls deutlich bergab. Im S&P 500 legten einige der gefallenen Engel im Wochenvergleich hingegen deutlich zu. Demnach verzeichneten die Finanzaktien American International und MBIA Zugewinne von elf bzw. fünf Prozent.

In Deutschland schaltete der Aktienmarkt in der vergangenen Woche ebenfalls den Rückwärtsgang ein. So verlor der deutsche Leitindex DAX in den zurückliegenden fünf Handelstagen rund 2,1 Prozent seines Wertes. Unter den Einzelaktien konnten vor allem defensive Titel wie Henkel und Beiersdorf zulegen. Abgegeben wurden hingegen zyklische Papiere wie ThyssenKrupp und K+S, welche im Wochenvergleich gut sieben Prozent verloren. Die kommende Woche wird erneut ereignisreich werden. So erwarten viele Marktteilnehmer mit Spannung das Endergebnis der Bundestagswahl. Allerdings besagt eine alte Börsenweisheit, dass politische Börsen „kurze Beine“ haben.

Die vergangene Handelswoche verlief für viele Anleger sehr erfreulich. An der Wall Street markierte der Dow Jones ein neues Jahreshoch und stieg auf Wochensicht um 1,74 Prozent, auch wenn am Freitag ein kleiner Kursrücksetzer auf 9.605 Punkte hingenommen werden musste. Die Gewinnerliste wurde dabei von Walt Disney angeführt. Die Aktie konnte ein Wochenplus von knapp 10 Prozent verbuchen. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Alcoa und Merck, welche ihren Wert auf Wochenbasis um 6,65 bzw. um 5,99 Prozent erhöhen konnten. Auf der Verliererseite stach besonders ein Wert hervor. Demnach verlor Kraft Foods trotz des erfreulichen Börsenklimas in der vergangenen Handelswoche 7,12 Prozent an Wert. Die Aktionäre des Unternehmens sehen wohl die geplante Übernahme des britischen Süßwarenherstellers Cadbury kritisch, da der Deal die Bilanz von Kraft weiter strapazieren wird.

Die positive Grundstimmung der Märkte erhielt jedoch dank guter Konjunkturdaten aus China weiteren Auftrieb. So gab das Statistische Amt in Peking bekannt, dass die chinesische Industrieproduktion um 12,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen ist. Damit lag diese über den Schätzungen der Volkswirte, die im Schnitt mit 11,8 Prozent gerechnet haben. Auch aus den USA waren positive Stimmen zu hören. Hier legte das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan zu und stieg von 65,7 auf 70,2 Punkte, wodurch der Wert die Prognosen der Experten deutlich übertraf.

In Deutschland kannte der DAX in der vergangenen Handelswoche ebenfalls nur eine Richtung. Der Index stieg zum sechsten Mal in Folge und schloss ebenfalls auf einem neuen Jahreshoch bei 5624 Punkten. Besonders erfreulich verlief die Woche abermals für die Aktionäre der Commerzbank, die sich über ein Wochenplus von 18,78 Prozent freuen konnten. Mit der Lufthansa und Salzgitter konnten jedoch auch die auf Platz zwei und drei liegenden Werte mit Gewinnen von 11,22 und 10,92 Prozent einen Wertzuwachs im zweistelligen Bereich verbuchen. Unter den vier Verlierern musste hingegen Hannover Rück mit einem Kursminus von 1,43 Prozent auf Wochenbasis den größten Verlust hinnehmen.

Wie die Entwicklung an den Börsen weitergeht, darüber sind sich die Experten uneinig. Auf der einen Seite stehen die Optimisten, die an eine nachhaltige Entwicklung der Märkte glauben. Unterstützt werden sie durch immer mehr Investoren, die ihr Geld wegen der niedrigen Renditen auf den Anleihen- und Rentenmärkten nun verstärkt wieder in Aktien investieren. Auf der anderen Seite stehen die Pessimisten, die angesichts der erfreulichen Wertentwicklung der letzten Monate – immerhin stieg der DAX seit März um über 50 Prozent – ein immer größer werdende Lücke zwischen den Erwartungen und den harten wirtschaftlichen Fakten sehen.

Da derzeit jedoch keine Störfeuer in Sicht sind und einige Anleger noch auf den fahrenden Zug aufspringen wollen, könnte der DAX durchaus noch ein paar Pünktchen dazugewinnen. Allerdings käme eine Gegenbewegung in den kommenden Tagen auch nicht überraschend.

Relativ unbekannte Aktien bieten Anlegern oft die besten Investmentmöglichkeiten, da viele Marktteilnehmen die Sicherheit einer soliden aber vermeidlich „langweiligen“ Aktie falsch einschätzen und ein fehlendes Analysten-Coverage dem Anleger keine Kursziele liefert. Allerdings ist es sehr leicht möglich, ein Unternehmen anhand von gewissen Kennzahlen mit seinen Mitbewerbern oder dem Branchenschnitt zu vergleichen, um so eine erste Tendenz zu bekommen, was ein fairer Preis für das Unternehmen sein könnte. Auf diese Weise können Anleger gezielt nach günstig bewerteten Unternehmen suchen und durch ein langfristiges Engagement große Gewinne einfahren. Auf der anderen Seite kann man mit den gleichen Methoden auch Unternehmen identifizieren, die im Vergleich zu den Mitbewerbern schon recht ambitioniert bewertet sind.

Wir möchten Ihnen nun drei Werte vorstellen, die momentan astronomisch hoch notieren und unserer Meinung nach völlig überbewertet sind. Mutige Anleger können die Gelegenheit nutzen, um diese Papiere gezielt zu shorten. Wir meinen, es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein mittelmäßiger Quartalsbericht oder eine neue Analysteneinschätzung die Thermik bei diesen Aktien abschneiden wird. Viele Marktbeobachter werden sich dann nur eine Frage stellen: „Warum sind die Aktien so viel Geld an den Börsen wert?“

Das erste Unternehmen, das wir Ihnen vorstellen wollen, ist die Rollins Inc. (NYSE: ROL) aus Atlanta. Das Unternehmen bietet den Kunden seine Dienste an, wenn Termiten oder andere Schädlinge bekämpft werden müssen. Das wichtigste Produkt der Rollins Inc. ist das Mittel Orkin, das 66 Prozent des Unternehmensgewinns generiert. In den letzten 5 Jahren lag die Bruttomarge relativ fix im Bereich von 47,5 Prozent. Derzeit notieren die Aktien beim 20,5-fachen der erwarteten Gewinne, dem 30,7-fachens des Free Cash Flows und dem 7,4-fachen des Buchwerts. Das PEG (Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis) liegt bei 2,37. Erwähnenswert ist auch die kurzfristige Liquiditäts-Ratio, die bei nur 0,4 liegt. Das Unternehmen könnte daher gezwungen sein, sich durch die Ausgabe neuer Aktien frisches Geld zu verschaffen. Die Aktien der Rollins Inc. notierten in den letzten Monaten in einer relativ engen Handelsspanne und wurden von den jüngsten Aufschwungphasen kaum mitgerissen, was einen Absturz des Aktienkurses begünstigen dürfte.

Ein weiteres Unternehmen mit recht hohem Aktienkurs ist die Raven Industries Inc. (Nasdaq: RAVN). Das Unternehmen wird als Technologiewert geführt, das Leiterplatinen herstellt. Wenn man allerdings auf die Kunden des Unternehmens schaut, stellt sich die Frage, warum die Raven Industries Inc. so eingeordnet wurde. Das Unternehmen verkauft Produkte für den Agrarsektor sowie Plastikfolien für industrielle Anwendungen und die Baubranche. Und selbst Uniformen für das Militär findet man im Sortiment des Unternehmens. Ende Mai tätigte der Raven-CEO viele Aktienverkäufe, die zusammengefasst ein Volumen von fast 75.000 Aktien hatten. Aktuell notieren die Aktien des Unternehmens beim 16-fachen der erwarteten Gewinne, dem 3,7-fachen des Buchwerts und dem 32,9-fachen des Free Cash Flows. Die Umsätze des Unternehmens waren in den letzten Quartalen rückläufig. Aktuell wird die Raven-Aktie von den Analystenhäusern Piper Jaffray und Canaccord Adams überwacht. Die weltweite Konjunkturabkühlung könnte einen besonderen Einfluss auf die Gewinnsituation bei Raven haben, da das Geschäft des Unternehmens sehr anfällig ist, wenn sich die Wirtschaft abkühlt. Allerdings ist dieses bisher noch nicht in den Aktienkurs eingepreist worden.

Die CoStar Group Inc. (NASDAQ: CSGP) bietet Marketings- und Informationsdienstleistungen für die Immobilienbranche an. Dazu gehört auch die Dienstleistung, dass zum Verkauf stehende Objekte gelistet und Käufern angeboten werden. Die CoStar Group ist momentan mit dem 36-fachen des erwarteten Gewinns, mit dem 3,5-fachen des Umsatzes und dem 19,4-fachen des Free Cash Flows bewertet. Im letzten Quartalsbericht musste das Unternehmen eingestehen, dass die Verkäufe um 1,7 Prozent geringer ausfielen als im Vorquartal. Mit Spannung darf daher der nächste Unternehmensbericht erwartet werden, der am 22. Juli veröffentlicht wird. Immobilien sind im Moment nicht wirklich heiß, auch wenn immer mehr Zeichen dafür sprechen, dass die Branche nun einen Boden gefunden hat. Immer noch werden relativ wenige Immobilien verkauft, und immer noch werden viele Darlehen abgelehnt. Überall hört man von Immobilienmaklern, dass die Verkäufe und die damit verbundenen Provisionen rückläufig sind. Vor diesem Hintergrund verwundert es schon, dass die CoStar Group-Aktie eine so hohe Kursregion bisher verteidigen konnte.

FAZIT:

Nicht nur steigende Aktienkurse füllen das Konto der Anleger, auch mit Spekulationen auf fallende Kurse kann man viel Geld verdienen. Wir meinen, dass die von uns vorgestellten Unternehmen eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit aufweisen, dass deren Aktienkurs in den nächsten Wochen nach unten korrigieren könnte. Mutige Anleger können daher die Chance nutzen, um im Rahmen von Shortspekulationen auf diese Kursrücksetzer zu spekulieren. Da es jedoch immer zu einer Short Squeeze kommen kann, möchten wir nur sehr risikobereiten Anlegern zu einem solchen Engagement raten.

Am amerikanischen Aktienmarkt hielt die Talfahrt auch in der vergangenen Woche weiter an. Demnach verzeichnete der Dow Jones mit einem Minus von gut 1,6 Prozent den vierten Wochenrückgang in Folge. Ursache für die schlechte Entwicklung waren erneute Ängste über den Zustand der US-Wirtschaft. Demnach machten Gerüchte die Runde, dass ein weiteres Konjunkturpaket seitens der US-Regierung notwendig sei, um die US-Wirtschaft nachhaltig zu stützen. Zudem belastete die eingeläutete Berichtssaison die Marktstimmung. Hierbei trat mit Alcoa der erste US-Bluechip mit seinen Quartalszahlen an die Öffentlichkeit. Mit den neuen Daten von Alcoa wurde deutlich, dass sich die Weltwirtschaft nachwievor in einer schweren Krise befindet. Demnach verlor das Unternehmen im Zeitraum von April bis Juni fast eine halbe Milliarde US$. Zudem musste ein Umsatzrückgang auf 4,2 Mrd. US$ nach 7,2 Mrd. US$ im Vorjahreszeitraum verzeichnet werden. An der Börse konnte die Alcoa-Aktie kurzzeitig sogar positiv auf die Zahlen reagieren, da von der Analystenseite teilweise noch schlechtere Werte erwartet wurden. Im Wochenvergleich gab das im Dow Jones gelistete Papier allerdings um 5,5 Prozent nach.

In Deutschland konnte sich der Aktienmarkt von den schlechten US-Vorgaben nicht lösen. Demnach verzeichnete der deutsche Leitindex DAX ein Wochenminus von 2,8 Prozent. Mit SAP und der Deutschen Bank konnten sich nur zwei Aktien dem Abwärtstrend entziehen. Hingegen war die Liste der Verlierer im DAX sehr lang. Unter Abgabedruck standen mit einem Kursminus von über 10 Prozent vor allem die Aktien der Hannover Rück, welche schon bald wieder aus dem DAX absteigen könnten. Hingegen stehen die Chancen für den Halbleiterkonzern Infineon nicht schlecht, schon bald wieder in den deutschen Leitindex aufzusteigen. Dank einer Kapitalerhöhung, an welcher sich der US-Finanzinvestor Apollo beteiligen wird, könnte es der Konzern erneut schaffen, die Kriterien für die Aufnahme in den DAX zu erfüllen. Infineon-Aktien konnten in der vergangenen Woche gegen den Trend ein Kursplus von fast 12 Prozent verzeichnen.

Seit der Übernahme der Dresdner Bank ist die Commerzbank die zweitgrößte Privatbank in Deutschland. Die Finanzkrise brachte jedoch das Institut, das jede Menge Altlasten in den Büchern hatte, ordentlich ins Wanken, sodass ein Staatseinstieg zur Verhinderung eines Kollapses notwendig wurde. Das Problem der Gesellschaft war dabei nicht die operative Ertragskraft, sondern vielmehr der Abschreibungsbedarf auf Beteiligungen und faule Kredite, mit der Folge, dass das notwendige Eigenkapital der Bank dramatisch gesunken ist.

Durch den Einstieg des staatlichen Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) bei der Commerzbank mit 25% plus einer Aktie ist die Bank fortan nicht mehr unabhängig und unterliegt den Vorgaben, die an die Hilfsmaßnahme gekoppelt sind. Neben der Kapitalerhöhung, die der Bund zum Preis von 6 Euro zeichnete, um die Sperrminorität zu erlangen, erhielt die Bank obendrein noch zusätzliche liquide Mittel, die mit einem Zinssatz von 9% berechnet werden.

Die Aktie der Commerzbank geriet im Zuge der Finanzkrise zudem unter Druck, da das Institut neben Arcandor auch Schaeffler und Continental sowie HeidelbergCement mit Krediten versorgt hat. Die Kursverluste dieser Unternehmen sowie die drohenden Ausfallrisiken bereiteten den Anlegern große Sorgen und sorgten für einen Tiefststand der Aktie im März 2009 bei 2,22 Euro. Bereits im Mai, also nur zwei Monate später, wechselten die Aktien bei Kursen über der Marke von 6 Euro wieder die Besitzer. In den vergangenen Tagen, sowie heute, gerieten die Anteilsscheine jedoch noch mal ordentlich unter Druck und sanken im Tief auf unter 4,10 Euro.

Fazit: Am vergangenen Donnerstag teilte die Bank die erfolgreiche Platzierung einer Anleihe mit einem Volumen in Höhe von 1 Mrd. Euro mit. Die Nachfrage nach den mit 4,75% verzinsten Papier lag um das 1,7-fache über dem Angebot, was als offensichtliches Signal für das Vertrauen in die Bank gewertet werden kann. Aufgrund der starken Kursschwankungen ist es ratsam, Engagements mit einem Stop-Loss-Kurs abzusichern. Die hohen Handelsvolumina ermöglichen jederzeit einen relativ leichten Ein- und Ausstieg. Wer an das baldige Ende der Finanzkrise glaubt, kann mit der Commerzbank Aktie an der Erholung teilnehmen.

Für die deutsche Wirtschaft sieht es derzeit schlecht aus. So vermuten die Wirtschaftsweisen der acht führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, dass das heimische Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um rund sechs Prozent schrumpfen wird. Ein Hauptgrund für die schwache Entwicklung liegt vor allem im Export, welcher bereits in den vergangenen Monaten erheblich eingebrochen ist. Allerdings gibt es trotz der schlechten Nachrichten auch ein Licht am Ende des Tunnels. Demnach deuten erste Konjunkturbarometer auf eine Entspannung in der Wirtschaft hin. Hierfür spricht neben dem ZEW-Index vor allem der viel beachtete ifo-Index, welcher im April den höchsten Stand seit fünf Monaten erreichte. Der ING-Volkswirt Carsten Brzeski kommentierte: „Der Anstieg des ifo-Index und anderer Indikatoren bedeute sicherlich nicht das Ende der Krise, deute aber doch auf ein Ende des freien Falls der Wirtschaftsaktivität hin.“ Er fügte hinzu, dass im zweiten Halbjahr eine Stabilisierung der Wirtschaft möglich sei.
An der Wall Street konnten nach 6 Wochen mit Gewinnen in Folge in dieser Woche keine Kursgewinne verzeichnet werden. Der Dow Jones gab in den vergangenen Handelstagen um knapp 0,7 Prozent nach. Händler begründeten die uneinheitliche Tendenz vor allem mit Gewinnmitnahmen, welche nach der anderthalb Monate andauernden Erholungsrallye fällig waren. Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses standen in dieser Woche vor allem die Quartalszahlen, welche insgesamt nicht ganz so schlecht ausfielen, wie zuvor vom Markt befürchtet wurde. An der Konjunkturfront kam es ebenfalls zu einer weiteren leichten Aufhellung. Demnach fielen die Auftragseingänge im März lediglich um 0,8 Prozent und nicht - wie von Volkswirten befürchtet - um 1,5 Prozent. Die Zahl der verkauften neuen Eigenheime lag ebenfalls leicht über den Erwartungen. Damit scheint sich ähnlich wie in Deutschland ein Trend zur leichten Stabilisierung der Wirtschaft abzuzeichnen.
In Deutschland tendierte der Gesamtmarkt im Wochenvergleich trotz eines schlechten Auftakts nahezu unverändert. So gab der DAX in den vergangenen 5 Handelstagen lediglich um 2 Punkte oder 0,05 Prozent nach. Bei den Einzelwerten litten vor allem die ehemaligen Staatsunternehmen Deutsche Post und Deutsche Telekom. Beide Aktien wurden aufgrund von schlechten Geschäftsaussichten von den Anlegern gemieden und verloren im Wochenvergleich um 8 bzw. um 13 Prozent an Wert. Gefragt waren hingegen die Aktien der Adidas AG, welche im Wochenvergleich um 10 Prozent zulegen konnten. Im TecDAX sorgte erneute die Aktie der Conergy AG für Furore. Demnach gab das angeschlagene Unternehmen nach den Kursgewinnen der Vorwochen in dieser Woche um 43 Prozent an Wert nach. Angesichts der fundamental angespannten Lage, sind auch zukünftig weitere Kurskapriolen bei Conergy zu erwarten.

Im amerikanischen Bankensektor zeichnet sich eine Stabilisierung ab. So habe laut der Zeitung „New York Times“ der laufende Stress-Test der US-Regierung ergeben, dass viele führende US-Kreditinstitute deutlich besser aufgestellt sind, als zuvor angenommen wurde. Damit zeigt sich eindeutig, dass viele US-Banken zwar auf Staatshilfen angewiesen sind, der Umfang der Rettungspakte aber bei weitem nicht so hoch sein muss, wie zuvor noch seitens der Pessimisten angenommen wurde. Für positive Stimmung im US-Finanzsektor sorgte zudem die Bank Wells Fargo. Demnach erwartet das viertgrößte US-Institut, im ersten Quartal des Jahres 2009 einen Gewinn von rund drei Milliarden US$ eingefahren zu haben. Dies belegt, dass viele Banken besser mit den Abschreibungen zurechtkommen, als dies zuvor vom Markt angenommen wurde.

An der Wall Street setzte sich die seit Anfang März andauernde Kursrallye weiter fort. So konnte der Dow Jones im Wochenvergleich um 66 Punkte oder 0,82 Prozent zulegen. Ein Grund für die positive Stimmung waren jüngste Konjunkturdaten, welche belegen, dass offenbar ein konjunktureller Umschwung bevorstehen könnte. Demnach sank die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 20.000. Dies war der stärkste Rückgang in diesem Jahr. Zudem deuteten deutlich besser als erwartet ausgefallene Lagerbestände im Großhandel auf eine mögliche konjunkturelle Wende hin.

In Deutschland setzte sich die seit März anhaltende positive Stimmung in der vergangenen Woche weiter fort. Hierbei kam es vor allem am vergangenen Donnerstag zu einem wahren Kursfeuerwerk. So konnte der DAX am letzten Handelstag der Woche um stattliche 3,06 Prozent auf 4.491 Punkte zulegen. Besonders gefragt waren erneut die Papiere der Deutschen Bank, welche dank der positiven Nachrichten von Wells Fargo am Donnerstag um über 10 Prozent zulegen konnten. Hingegen litten die Vorzugsaktien der Henkel KGaA aufgrund von schwachen Quartalszahlen deutlich. Demnach ging im ersten Quartal das Konzernergebnis von 320 Millionen auf etwa nur noch 215 Millionen Euro zurück. Henkel-Aktien verloren im Tagesvergleich daraufhin über 7 Prozent ihres Wertes.

Schafft es der Anleger, einen Trend frühzeitig zu erkennen, so winken exorbitante Profite. Derzeit herrscht an den internationalen Börsen der Trend vor, auf fallende Kurse zu setzen. So verzeichnen Produkte, mit denen man auf fallende Kurse spekulieren kann, in der Regel deutliche Kapitalzuflüsse. Angesichts des kontinuierlichen Abwärtstrends ist es kaum verwunderlich, dass viele Anleger auch auf den fahrenden Zug aufspringen und auf fallende Kurse setzen. Allerdings sollte sich jeder Investor bewusst sein, dass Wetten auf fallende Kurse mit erheblichen Risiken verbunden sind. So besteht angesichts der umfangreichen Short-Positionen die Gefahr, dass es zu einer massiven technischen Gegenbewegung kommt. Im Rahmen dieser Aufwärtsbewegung könnten viele Short-Seller gezwungen werden, ihre Positionen wieder zu schließen, so dass sich eine mögliche Erholung an den Aktienmärkten von selbst verstärkt.

An der Wall Street dominierte auch in der vergangenen Woche der Pessimismus das Handelsgeschehen. Demnach sind angesichts der Unsicherheiten im Bankensystem und den schlechten Konjunkturdaten nur wenige Investoren bereit, auf steigende Kurse zu setzen. Von daher verwundert es nicht, dass der Dow Jones im Wochenvergleich ein Kursminus von über 6 Prozent verzeichnet hat. Abgegeben wurden vor allem Finanzwerte wie JPMorgan und Citigroup, welche in den vergangenen fünf Handelstagen über 30 Prozent an Wert nachgaben. Die rote Laterne im Dow Jones sicherte sich diesmal erneut die General Motors-Aktie, welche aufgrund von Insolvenzspekulationen im Wochenvergleich um weitere 35 Prozent nachgab.

Am deutschen Aktienmarkt ging es in der vergangenen Woche ebenfalls abwärts. So verzeichnete der Leitindex DAX im Wochenvergleich ein weiteres Kursminus von fast fünf Prozent. Am schlimmsten traf es im Wochenvergleich mit der Postbank und der Commerzbank wieder einmal die Finanzwerte. Demnach verzeichneten beide Aktien ein Minus von 17 bis 19 Prozent. Besser sah es hingegen für die viel gescholtenen Automobilwerte aus. So konnten mit Volkswagen, Daimler und BMW alle im DAX vertretenen Autoaktien Kursgewinne verzeichnen. Für reges Interesse sorgte die jüngste Indexumstellung im DAX. Demnach müssen mit der Infineon und der Postbank-Aktie gleich zwei Werte die erste Börsenbundesliga verlassen. Hingegen rücken mit der Hannover Rück und der Fresenius SE zwei Kanditen aus dem MDAX nach.

An den internationalen Finanzmärkten bestimmt zurzeit die Angst das Geschehen. Hiervon konnte vor allem der Goldpreis profitieren, welcher am Freitag zeitweise auf über 1.000 US$ je Feinunze stieg. Gefragt waren ebenfalls qualitativ hochwertige Staatsanleihen, welche in der vergangenen Woche abermals auf einem extrem hohen Niveau notierten. Für die Aktien sieht es hingegen weiterhin extrem schlecht aus. So verzeichneten nahezu alle weltweit führenden Börsen kräftige Kursverluste in der vergangenen Woche. Unter Abgabedruck standen hierbei vor allem die Finanzwerte, welche aus Angst vor weiteren unkalkulierbaren Abschreibungen erneut deutlich an Wert nachgaben.

An der Wall Street standen die Kurse ebenfalls stark unter Druck. So verzeichnete der Dow Jones in der vergangenen verkürzten Handelswoche ein Kursminus von 6,2 Prozent. Im Mittelpunkt des Marktgeschehens standen hierbei die Finanzwerte, welcher unter Gerüchten über eine anstehende Verstaatlichungswelle im Bankenbereich litten. Ob die Aktionäre der Bank of America und der Citigroup aber tatsächlich enteignet werden, bleibt ungewiss. So machte im späten Freitagshandel die Meldung die Runde, dass das Weiße Haus angeblich einen privaten Bankensenktor für den besten Weg halte. Mit welchen Mitteln die US-Regierung das US-Bankensystem stabilisieren will, bleibt allerdings abzuwarten.

Am deutschen Aktienmarkt gaben die Kurse in der zurückliegenden Woche ebenfalls deutlich nach. Demnach verzeichnete der deutsche Leitindex DAX in den vergangenen fünf Handelstagen ein Kursminus von über neun Prozent. Abgegeben wurden auch hier vor allem Finanzwerte, welche sich dem weltweiten Abwärtssog in diesem Sektor nicht entziehen konnten. Zu den großen Verlierern zählten mit einem Wochenminus von rund 15 Prozent auch die Aktien der Daimler AG. So litt der Kurs der Aktie unter schwachen Quartalszahlen, welche belegen, dass jetzt auch die deutsche Automobilindustrie voll von der Finanzkrise erfasst wurde. In der kommenden Woche wird vor allem die 4.000er Marke beim DAX im Mittelpunkt der Marktteilnehmer stehen. So notiert der Index mit einem Stand von 4.014 Punkten nur knapp über dieser wichtigen Unterstützungslinie.

in den USA wird derzeit wie in Deutschland über die Gründung einer Bad Bank diskutiert. Ob ein solches Institut, welches die Geschäftsbanken von faulen Wertpapieren befreien könnte, tatsächlich realisiert werden kann, scheint auch in den USA mehr als fraglich. Demnach wurde gegen Ende der Woche deutlich, dass die Gründung einer Bad Bank sich als weitaus komplizierter gestaltet als zuvor vom Markt angenommen wurde. An der Wall Street wurde die unwahrscheinlicheren Aussichten auf die Gründung einer Bad Bank gegen Ende der Woche mit Kursverlusten quittiert. Zudem belasteten erneut schlecht ausgefallene Konjunkturdaten sowie ein landesweit weiterer massiver Stellenabbau den Markt.

Auf der Unternehmensseite stand vor allem Pfizer im Mittelpunkt des Marktinteresses. So wird das weltgrößte Pharmaunternehmen den Wettbewerber Wyeth für 68 Mrd. US$ übernehmen. Insgesamt rechnet der New Yorker Konzern ab dem dritten Jahr nach der Übernahme mit Einsparungen von 4 Mrd. US$. An der Börse wurde die Übernahme allerdings nicht honoriert. So gaben die im Dow Jones gelisteten Pfizer-Aktien im Wochenvergleich um mehr als 16 Prozent nach. Neben Pfizer verzeichneten die Aktien von General Motors und Caterpillar ebenfalls prozentual zweistellige Kursverluste. Auf der Gewinnerseite im Dow Jones standen in der vergangenen Woche mit Kurszuwächsen von zwei bis fünf Prozent hingegen die Finanzwerte.

Am deutschen Aktienmarkt konnten in der vergangenen Woche deutliche Kursgewinne verzeichnet werden. Gefragt waren vor allem die Finanzwerte, welche sich im Rahmen einer technischen Gegenreaktion spürbar von den Kursverlusten der Vorwochen erholen konnten. Für positive Schlagzeilen sorgte das DAX-Schwergewicht Siemens. So konnte der Münchner Konzern mit seinen Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 positiv überraschen. Siemens-Aktien legten im Wochenvergleich mit einem Kursplus von 5 Prozent überdurchschnittlich zu.